Viktor von Weizsäcker Gesellschaft 

Band 10 :
Pathosophie

Bearbeitet von Walter Schindler, Dieter Janz, Peter Achilles unter Mitwirkung von Mechthilde Kütemeyer und Wilhelm Rimpau (2005, 648 Seiten)

Mit der Veröffentlichung der „Pathosophie“ kommt die Edition der Gesammelten Schriften Viktor von Weizsäckers zum Abschluß. In diesem für das Verständnis von Weizsäckers Denken zentralen und wissenschaftshistorisch bedeutenden Werk entwirft Weizsäcker eine neue Anthropologie, in der das leidenschaftliche, pathische Wesen des Menschen Ausgang und Ziel einer „an Haupt und Gliedern“ reformierten Medizin wird. Aus der pathosophischen Bestimmung des menschlichen Daseins erfolgt in den beiden zentralen Kapiteln die Grundlegung einer allgemeinen und einer speziellen Krankheitslehre. Im Anschluß an die Einführung der biographischen Methode wird eine neue Einteilung und Ordnung von Krankheitseinheiten vorgeschlagen. Der anschließende „Versuch einer Enzyklopädie“ stellt in gesonderten Textstücken zentrale Themen der pathischen Existenz heraus – z.B. Tod, Schmerz, Wille, Sexualität, Bewußtsein, Staat, Macht, Lüge – und schließt mit einer Theorie des Menschen. Diese neue Ausgabe der „Pathosophie“ bietet erstmals den Wortlaut des Manuskripts, kollationiert mit zwei Typoskripten aus dem Nachlaß. Damit wird dieses Werk, das die Summe von Weizsäckers Lebensarbeit darstellt, in der Fassung letzter Hand zugänglich gemacht.
Der Band enthält, neben einem ausführlichen Werkkommentar, ein Gesamtinhaltsverzeichnis der Gesammelten Schriften, einen biographischen Abriß und eine umfassende Bibliographie der Publikationen Weizsäckers